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Moderner Überlebenskampf in der “zivilisierten” Welt

Wer fliegt heute noch in den taiwanesischen Busch oder gar nach Georgien um Grenzerfahrungen zwischen Leben und Tod zu sammeln? Wahre Abenteurer und richtig harte Kerle kennen die letzten wirklichen Abenteuer unseres Planten. Orte, an denen seit Jahrhunderten kein Mensch mehr genießbare Nahrung finden konnte. Gegenden, deren Klima auch dem psychologisch stark gefestigten Charakter den Verstand zu Brei zermürbt. Eingeborene, deren wilde und heidnischen Brauchtümer schon Generationen von Forschern entsetzten in die Flucht schlugen. Heiden, ja so wild, dass sie von anderen Nationen ausgeschlossen werden.

Ganz klar, die Rede ist von England. Und wenn sich deren Fußballstil nicht bessert, werden sie auch bei der nächsten EM nicht dabei sein. Es geht also wieder los. Ein weiteres Kapitel in Svens schaurig-schönem soziologischem Studium der Weltkulturen. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie Absurdes, Abstruses und allerhand Unglaubliches. Wie immer basierend auf wahren Begebenheiten und mit kleinen Übertreibungen zur Unterhaltung des geneigten Lesers leicht ausgeschmückt. Ab dem 25- September wird der Kampf beginnen und, sofern nicht durch vorzeitigen Exitus beendet, am 20 Dezember enden. Letzte wohlgemeinte Gesten mit dem Ziel des Bedenkens meinerseits beim Verfassen meines Testaments sind gerne gesehen. Ansonsten befinden sich eine Beschreibung der genauen Örtlichkeit sowie die allgemeinen Missionsziele im folgenden Abschnitt:

Hauptziele
- Gewicht halten
- Englischen Akzent verbessern
- Gewohnheiten und Lebensart der Eingeborenen kennenlernen
- Besuch in London

Sekundärziele
- Spiel der ersten englischen Liga im Stadion sehen
- zwischenzeitlichen Gewichtsverlust durch Frequentierung von Fast Food Ketten ausgleichen

Minimalziele
- dem Hungertod entkommen
- nicht den bereits erwähnten Gewohnheiten und Lebensarten der Einheimischen zum Opfer fallen (insbesondere dem Linksverkehr)


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3 Kommentare 7.9.08 11:46, kommentieren



Die wunderbare Leichtigkeit des Seins

Nun, veehrte Leser, ich bedauere zutiefst, doch heute wird der Unterhaltungswert eher gering bleiben. Cricket und Nachmittagstee verlangen meinen ungeteilte Aufmerksamkeit. Zudem muss ich meinem Butler auftragen, einen Sitzplatz für das nächste Polo-Match zu reservieren. Nicht auszudenken, welche Qualen man auf einem Stehplatz erleiden müsste. Woher mein Wandel vom Mitstreiter des Fußvolks hin zum Herrn mit Rang und Namen? Nun, das bescheidene Anwesen vor Ort verleitete mich geradezu zu einem höheren Selbstwertgefühl. Wer aus meiner geneigten Leserschaft kann schon behaupten, auf einem Grundstück zu leben, welches einen eigenen Bachlauf hat? Wobei dieser selbstverständlich nur von den Mägden zum Baden verwendet wird. Ich persönlich bevorzuge ja den hauseigenen Pool, welcher sich hervorragend eignet um nach einer Einheit im Fitnessraum den leicht transpirierenden Körper zu revitalisieren. Wie sich herausstellte, sind Gärtner und Haushälterin in diesem schmucken, kleinen Wochenendhaus durchaus fähig. Sie kümmern sich um Haus, Wiese und Teich (welcher wohl von der Größe der Grundfläche Ihrer Häuser entsprechen dürfte). Auch das Wetter weiß, wie es einem Mann von Welt wie mir imponieren kann.
das Gesinde vertreibt sich die Zeit mit populär-Sportarten wie Volleyball, sowie Billard und Tischtennis. Was diese Gerätschaften allerdings in einem Haus wie diesem zu suchen haben, frage ich mich immer noch. Unter meiner Würde, muss ich sagen.

Indess habe ich einen Film anfertigen lassen, welcher einen kleinen Einblick in mein Bescheidenes Domizil ermöglichen soll.



Ach, und hier eine Luftaufnahme. Das Haus ist deutlich zu sehen, das Gelände umfasst so ziemlich den ganze bereich südlich davon bis zu den Bäumen am Fluss.


Noch was Organisatorisches zum Schluss:

- Bitte hinterlasst Euren Namen, wenn Ihr etwas auf die Pinnwand schreibt. Es ist immer schön, von Euch zu hören. Nur eben schade, wenn man nicht weiß, von wem man ein paar nette Zeilen empfing.

- Bitte, bitte nicht auf meinem Handy anrufen da teuer. Stattdessen eine Billigvorwahl fürs englische Mobilfunknetz auswählen (zb. unter Teltarif schauen) und dann folgende Handynummer verwenden: 0044 für England und dann 7811-516963

- Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

2 Kommentare 26.9.08 16:53, kommentieren